1 von 2 Europäern träumt von einem grünen Weihnachtsfest

Ein wachsendes Interesse an Nachhaltigkeit deutet darauf hin, dass viele Europäer beabsichtigen, in diesem Jahr weniger Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Allerdings sagt fast ein Fünftel (18 Prozent), dass sie mehr Geld ausgeben werden, als sie sich leisten können, um "grüne" Verbraucher zu sein.

Da der größte Teil Europas aufgrund der Covid-19-Pandemie immer noch unter Lockdown ist, werden viele von uns in diesem Jahr ein verändertes Weihnachtsfest erleben. Zusätzlich zu den Einschränkungen, die sich aus dem Lockdown ergeben, hat die Pandemie einige Verbraucher unter größeren finanziellen Druck gesetzt.

Ein Drittel (35 Prozent) gibt an, dass sie als direkte Folge der Krise Einkommensverluste erlitten haben, und weitere 25 Prozent geben an, dass sie mit einem Rückgang des Einkommens rechnen. Andererseits sind Verbraucher, deren finanzielle Situation nicht direkt von der Pandemie betroffen war, besser in der Lage, kluge finanzielle Entscheidungen zu treffen, wie z.B. mehr zu sparen oder Zahlungsmuster und -verhalten zu ändern.

Covid-19 erinnert stark an den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher, menschlicher und planetarischer Gesundheit. Da Verbraucher über bevorstehende Herausforderungen wie den Klimawandel nachdenken, beeinflusst die Nachhaltigkeit ihr Kaufverhalten.

Die Hälfte begrenzt ihre Ausgaben, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern

Jeder zweite Befragte (47 Prozent) begrenzt seine Ausgaben, um nachhaltiger zu werden - gegenüber 42 Prozent im Jahr 2019. Die Befragten in Portugal und Rumänien scheinen hier am gewissenhaftesten zu sein - 65 Prozent in beiden Ländern ihre Wirkung verringern.

Öko-Gender und Öko-Generation

Die Millennials und die Generation Z sind sich, nach US-Daten des Pew Research Centers, nachweislich der Verantwortung der Menschheit zur Bekämpfung des Klimawandels bewusster geworden. Eine Reihe von Berichten, darunter auch Forschungsarbeiten von Mintel, lassen auch darauf schließen, dass Frauen sich stärker für umweltfreundliche Verhaltensweisen einsetzen als Männer.

Diese Öko-Geschlechter- und Öko-Generationsunterschiede spiegeln sich in unseren Ergebnissen wider: 50 Prozent der befragten Millennials, der Generation Z und der weiblichen Befragten begrenzen ihre Ausgaben aus Gründen der Nachhaltigkeit. Bei den männlichen Konsumenten und den Teilnehmern über 65 Jahren sinkt der Anteil auf 44 Prozent.

Nachhaltigkeit beeinflusst Weihnachtseinkäufe

Das Interesse an Nachhaltigkeit wirkt sich auch direkt auf die Weihnachtseinkäufe der Europäer aus. Fast die Hälfte der Befragten, die auf die Umfrage geantwortet haben, geben an, dass sie weniger Weihnachtsgeschenke kaufen, weil ihnen der anfallende Abfall nicht gefällt, und bei der Generation Z und den Millennials (Verbraucher zwischen 18 und 37 Jahren) ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch wie bei den älteren "Baby-Boomer" (65+), dass sie zusätzliches Geld für umweltfreundliche Geschenke ausgeben, die ihren ökologischen Fußabdruck begrenzen.

Bedenken hinsichtlich des persönlichen Abfall-Fußabdrucks werden am stärksten in Portugal (72%), Italien (62%) und Rumänien (60%) geäußert, aber mehr als die Hälfte der Befragten in Ungarn, Estland, Irland, Großbritannien und der Schweiz weichen vom Kauf von festlichen Geschenken zurück, um den Abfall zu reduzieren. Niederländische Verbraucher rangieren am unteren Ende der Skala, doch selbst dort sagen sogar drei von zehn Verbrauchern, dass sie darüber nachdenken, wie sie beim Weihnachtseinkauf Abfall vermeiden können.

Aus diesen Ergebnissen geht klar hervor, dass die Botschaft der Nachhaltigkeit, weniger zu kaufen und Abfall zu reduzieren, Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Verbraucher hat. Dies wird durch die Tatsache unterstrichen, dass jetzt 47% sagen, dass ihr Interesse an Nachhaltigkeit sie dazu motiviert habe, ihre Ausgaben zu begrenzen, während im ECPR 2019 der entsprechende Wert bei 42% lag.

Die jüngere umweltbewusste Generation, die in unseren Ergebnissen auftaucht, deutet darauf hin, dass diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen wird, da sich die Vorstellungen über nachhaltigen Konsum immer mehr durchsetzen werden.

Wir sehen auch einen weiteren Effekt der Verlagerung hin zu umweltfreundlichem Konsum. Einige, vor allem jüngere Verbraucher, geben mehr Geld für Geschenke aus, um nachhaltigere Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Dies trifft auf fast drei von zehn 18- bis 21-Jährige und fast ein Viertel der 22- bis 37-Jährigen zu.

Grund dafür ist der Einfluss von sozialen Medien. Unserem Bericht zufolge stimmen 35 % der Befragten zu, dass soziale Medien ihr Bewusstsein für den Kauf von Waren, die ethisch und/oder nachhaltig sind, gestärkt haben.

Als Reaktion darauf entsteht eine Einzelhandelsnische, da die Einzelhändler dem Trend folgen, was dazu dienen wird, nachhaltige Konsumgewohnheiten zu stärken. Als neu entstehender Trend ist jedoch noch nicht klar, ob die Verlagerung hin zu umweltfreundlichen Geschenken einige Verbraucher dazu veranlassen wird, Geld auszugeben, das sie nicht haben, um nachhaltiger einzukaufen.

Wenn Sie zu viel ausgeben, suchen Sie Hilfe

Klar ist jedoch, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Verbrauchern, die sich für den Kauf von Geschenken verschulden, und Einzelhandelsunternehmen gibt, die Schwierigkeiten haben, bezahlt zu werden.

Intrum glaubt, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Krediten zu einer gesunden Wirtschaft führen kann. Wir helfen den Menschen, schuldenfrei zu werden, während unsere Kunden die Zahlung für die von ihnen angebotenen Dienstleistungen und Waren sicherstellen.

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