European Payment Report

Der European Payment Report (EPR) beschreibt die Auswirkung von Zahlungsverzügen auf die Entwicklung und das Wachstum europäischer Unternehmen. Basierend auf den Ergebnissen aus diesem Bericht, erlangen wir ein besseres Verständnis dafür, wie europäische Unternehmen das Zahlungsverhalten in ihrem Land sehen.

Über den Bericht

Der European Payment Report basiert auf einer jährlichen Umfrage, die zwischen Februar und März zeitgleich in 29 europäischen Ländern durchgeführt wird. Intrum hat für diesen Bericht Daten tausender Unternehmen in ganz Europa gesammelt, um Einblicke in das Zahlungsverhalten und die finanzielle Gesundheit europäischer Unternehmen zu erlangen.

Der Report löst Debatten aus

Durch die für diesen Bericht durchgeführten Umfragen bei europäischen Unternehmen haben wir ein Bewusstsein dafür erzeugt und Debatten unter PolitikerInnen und in den Medien ausgelöst – beispielsweise darüber, wie sich Zahlungsverzüge oder Nichtzahlungen auf die Volkswirtschaften der EU auswirken. Intrum nimmt an Tagungen und Konferenzen in Brüssel teil, um EU-Abgeordnete über die aktuelle Situation, die besten Ansätze für den Weg zu einer gesunden Wirtschaft und über die Sicherung von Zahlungen in Europa zu informieren.

Höhepunkte

  • Entgegen der EU-Richtlinien zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr zeigt der neue europäische Zahlungsbericht, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) in Europa längere Zahlungsfristen von anderen, oft größeren Unternehmen akzeptieren müssen.
  • Zudem dokumentiert der Bericht den erschütternd hohen Anstieg der Zahlungsfristen im Jahr 2017. Darin beklagen mehr als 6 von 10 Unternehmen (61%), aufgefordert zu werden, längere als für sie angenehme Zahlungsfristen zu akzeptieren; im Vorjahr waren es noch 4 von 10.

Zahlungsverzug

Das Problem scheint in einen Teufelskreis zu führen, in welchem Unternehmen, die Zahlungen verspätet erhalten, wiederum selbst gezwungen sind, die Rechnungen ihrer Subunternehmen noch später zu bezahlen. 4 von 10 Unternehmen (40%) geben an, dass sie Rechnungen regelmäßig zu spät bezahlen. Diese besorgniserregende Entwicklung veranlasst Unternehmen, verschärfte Zahlungsbestimmungen festzulegen.

Auch wenn ich mich freue, dass die Unternehmen in Europa etwas günstigere Aussichten für die Zukunft im Allgemeinen haben, ist es alarmierend, dass die Zahlungskultur die falsche Richtung einschlägt. Das Wirtschaftsumfeld wird erheblich von Unternehmen beeinflusst, die Subunternehmen zu vertraglichen Fristen von 90 Tagen oder länger drängen und absichtlich später bezahlen als vereinbart. Es bedarf neuer Initiativen, um eine radikal neue Kultur schnellerer Zahlungen zu schaffen.
Mikael Ericson, CEO & Präsident Intrum

Zahlungsverzugsrichtlinie

Zahlungen bei Geschäftstransaktionen zwischen Unternehmen oder zwischen Unternehmen und Behörden erfolgen oftmals viel später als vereinbart. Für Unternehmen sind diese Verspätungen sehr kostspielig. Um europäische Unternehmen, vor allem KMUs, vor Zahlungsverzug zu schützen, hat die EU im Februar 2011 die Richtlinie 2011/7/EU zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr verabschiedet. Die Richtlinie empfiehlt, dass Zahlungsfristen für Unternehmen maximal 60 Tage und für Behörden 30 Tage betragen. Mehr Informationen zur EU-Zahlungsverzugsrichtlinie finden Sie hier


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